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Recht / Zivilrecht 
Dienstag, 12.11.2019

Blondiercreme verursacht Hautverletzungen - Friseurladeninhaber muss Schmerzensgeld zahlen

Das Kölner Landgericht hat den Inhaber eines Friseursalons zur Zahlung eines Schmerzensgeldes von 4.000 Euro verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass eine zu lange Einwirkzeit der Blondiercreme schwere Verbrennungen an der Kopfhaut hervorgerufen hatte (Az. 7 O 216/17).

Eine Friseur-Mitarbeiterin hatte zum Färben von Strähnchen Blondiercreme auf das Haar der Kundin aufgetragen. Als diese kurz darauf über ein Brennen klagte, erwiderte die Mitarbeiterin, dies sei üblich, und ließ die Paste eine weitere halbe Stunde einwirken. Dies verursachte jedoch erhebliche Verbrennungen und Verätzungen am Hinterkopf. Die Kundin litt monatelang unter Schmerzen und einer Infektion. Auf der handtellergroßen Stelle am Kopf wuchsen keine Haare mehr. Der Friseur hatte der Frau als Entschädigung lediglich einen Gutschein angeboten, was diese aber ablehnte.

Der Klage der Kundin auf ein Schmerzensgeld von 10.000 Euro wurde nur in Höhe von 4.000 Euro stattgegeben. Dies sei angemessen, da die Kundin stärkeres Haupthaar über die kahle Stelle frisieren könne. Der Friseurladeninhaber wurde zudem verurteilt, im Falle weiterer durch die Verletzung eintretender Schäden diese zu ersetzen.

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